8 Tipps für deinen nächsten Rom-Trip

Rom – die ewige Stadt – eignet sich super für einen Städtetrip. Neben unserem Reisebericht möchten wir dir hier noch einige Tipps geben rund um die Hauptstadt von Papst, Pizza und Pasta…

Sicherheit

Überall und zu jeder Zeit haben wir uns in Rom sicher und gut aufgehoben gefühlt. Auch zu späterer Stunde auf den Straßen oder in der Metro. An wirklich jeder Ecke stehen mit Maschinengewehren bewaffnete Carabinieri. In die U-Bahn kommt man nur mit gültigem Ticket, sodass man sich um einiges wohler fühlt als auf so manchem deutschen Bahnhof!

Schlepper

Lass dich gar nicht erst auf ein Gespräch mit den „Schleppern“ ein. Diese stehen in einem gefühlten Abstand von 2 Metern an jeder Sehenswürdigkeit und bieten dir an, mit ihnen an den Schlangen vorbeizukommen, an denen du mit Sicherheit 1,5 Stunden anstehen würdest (Ironie off).

Hier zwei Beispiele:

Am Kolosseum wurden wir angesprochen, sobald wir einen Fuß aus der Metro gesetzt hatten. Angeblich würden wir 1,5 Stunden in der Ticket-Schlange stehen, aber mit ihrer Tour (die im Übrigen immer in 5 Minuten losgeht) könnten wir gleich in die Arena – vorbei an allen anderen. Diese Tour sollte dann 35 Euro (!) pro Person kosten – allerdings seien dann auch das Forum Romanum und der Palatino mit im Preis enthalten!!!

Klar – wenn man die Schlangen sieht (die es tatsächlich gibt!), ist man wirklich versucht, mitzugehen. Aber lass das!!!
Es ist dort etwas unübersichtlich geregelt – daher hatten wir uns zunächst falsch angestellt (nämlich in der Schlange für die Besucher, die sich bereits online ein Ticket gekauft hatten). Als wir unseren Fehler erkannten, standen wir nicht einmal 5 Minuten an und zahlten für unser Ticket 12 Euro pro Person (enthalten sind darin dann natürlich auch der Eintritt ins Kolosseum, Palatino und Forum Romanum). Zahlen kann man den Betrag allerdings NUR mit Kreditkarte (das steht vorher auch nirgendwo – also nicht vergessen, Mastercard oder Visa einzupacken!!!)

Wenn man möchte, kann man auch MP3-Player mit einer Audio-Tour in seiner Landessprache leihen (wenn ich mich recht erinnere, für 6 Euro – haben wir allerdings nicht in Anspruch genommen).

Darüber hinaus fand ich auch noch sehr negativ, dass die Besucher, die ein Online-Ticket für 20 Euro gekauft hatten, tatsächlich in der Mega-Schlange anstehen mussten!!! Für den Mehrpreis eigentlich eine Frechheit!

Am nächsten Tag erlebten wir am Petersdom die gleiche Masche. Hier sollte die Tour (inklusive der Sixtinischen Kapelle) unglaubliche 41 Euro pro Person kosten!!!

Der Eingang in den Dom ist (ohne Aufstieg auf die Kuppel) wie gesagt kostenlos. Der Eintritt in die Museen und die Sixtinische Kapelle kostet wohl 16 Euro.

Am berühmten Trevi-Brunnen wird man ständig angesprochen ob man ein Polaroid-Foto haben möchte. So ein Quatsch! Wer will schon in Zeiten von Smartphones mit Top-Bildbearbeitungsmöglichkeiten noch ein Polaroid??? Aber es gibt scheinbar noch genug Touristen, die darauf hereinfallen, und dann für ein nostalgisches Schrott-Foto (auf dem der Trevi-Brunnen in keinster Weise zu erkennen ist) 10 Euro berappen müssen. Und der „Fotograf“ ist natürlich in der Menschenmasse verschwunden bevor man das Desaster begutachten kann…

Lass dich also in keinem Fall von irgendwelchen Heinis einlullen oder von langen Schlangen abschrecken!!!

Bargeld wechseln

Wir hatten, unter anderem, einen 200-Euro-Schein dabei und darüber hinaus nicht viel Bargeld. Ich hatte mir keine Gedanken gemacht, dass das ein Problem sein könnte. Wir suchten auch extra eine Bank auf, um uns diesen Schein „klein machen“ zu lassen. Freundlich sagte man uns aber, dass man uns kein Geld in dieser (und auch keiner anderen) Bank wechseln würde. Tja – und nun??? Der Bank-Mitarbeiter sagte, wir sollten es an einer Wechselstube versuchen. Die befinden sich meist in der Nähe der Sehenswürdigkeiten. Aber so weit kamen wir gar nicht, denn nun rate, wer uns das Geld umtauschte??? Tjahaaa … tatsächlich eine der Schlepper-Banden ;-). Zwar hatte ich (als Tochter eines ehemaligen Beamten des Bundesamtes für Finanzen) echt ein mulmiges Gefühl und die „Schlepperin“ beömmelte sich über meine Vorsicht, aber letzten Endes hatten wir kleineres Geld in der Tasche. Eine Tour haben wir trotzdem nicht gebucht – bedankten uns aber wenigstens mit 5 Euro für die Hilfe, obwohl sie unser Trinkgeld nicht annehmen wollte. Also steckte ich ihr den Schein kurzerhand in den Ausschnitt 😀

Metrebus Tickets

Wir haben uns an unserer U-Bahn-Station Battistini für unseren Aufenthalt ein 72-Stunden-metrebus-Ticket für 18 Euro pro Person gekauft. Mit diesem kann man alle Busse, Straßen- und U-Bahnen der Stadt benutzen. Es gibt auch Tickets für 24 Stunden (7 Euro) und 48 Stunden (12,50 Euro). Weitere Infos findest du zum Beispiel hier.

Hop on, hop off

Perfekt, um Rom zu erkunden, Zeit zu sparen und nicht so viel durch die Gegend rennen zu müssen wie wir, ist ein Ticket für einen Hop-on-Hop-off-Bus. Überall sieht man die roten, oben offenen Doppeldecker-Busse. Bei unserem nächsten Besuch würden wir uns auf jeden Fall auch solch ein Ticket buchen!!! Man hat die Wahl zwischen einem 24- (ab 25 Euro) oder einem 48-Stunden-Ticket (ab 28 Euro). Bei dem 2-Tage-Ticket hat man die Möglichkeit, Eintrittsgelder für verschiedene Sehenswürdigkeiten oder auch den beschleunigten Eintritt hinzuzubuchen. Weitere Infos findest du zum Beispiel hier.

Das Rundum-Sorglos-Paket: Der Rom-Pass

Wenn du es bequem magst und gerne alles zusammen buchen möchtest, empfehle ich dir den Rom-Pass. Dieser verbindet metrebus-Ticket, Hop-on-Hop-off-Bus sowie Eintrittsgelder und Rabatte und kostet pro Person 108 Euro. Weitere Infos findest du zum Beispiel hier.

Achims App-Tipp

Unser Reiseführer war nicht gerade der beste und wir hatten auch keinen vernünftigen Stadtplan zur Hand. Daher standen wir am ersten Abend schon etwas auf dem Schlauch, was unsere Routenplanung für die nächsten Tage anging. Also habe ich den App-Store bemüht. Es gibt ja schließlich für alles eine App. Nach kurzem Suchen bin ich auf die „Ulmon“-App gestoßen, die ich dir hier wirklich nur ans Herz legen kann!

  1. Sie ist kostenlos.
  2. Sie beinhaltet einen kompletten Stadtplan von Rom, in dem auch die Streckenführung der Metro, Straßenbahnen und Busse mit Haltestellen gekennzeichnet ist.
  3. Du kannst dir alle Sehenswürdigkeiten anzeigen lassen, diese nach deinen Vorlieben auswählen und diese mit Sternen markieren. Es ist es möglich, Adressen einzugeben und diese dann ebenfalls zu markieren. Du kannst verschiedene Listen anlegen und diese mit Namen speichern. Alle Markierungen werden dir in der Karte angezeigt, sodass du deine ganz persönlichen Routen festlegen kannst. Du siehst z. B. sofort, wo sich das nächste Restaurant befindet, und kannst dich aus der App heraus dorthin navigieren lassen. Die nächstgelegene Metrostation kannst du dir ebenfalls anzeigen lassen.
  4. Du kannst dir super viele Reiseberichte und Empfehlungen von Bloggern/Travellern anzeigen lassen.
  5. Die Benutzung der App ist auch offline möglich.
Fazit zu Ulmon Rom und Ulmon CityMaps2Go:

Diese App ist ein wirklich zu empfehlendes Reisetool, bei dem das Upgrade zu CityMaps2Go kostenlos ist. Dieses beinhaltet 800 Karten von Städten und Regionen weltweit und kann auch offline genutzt werden.

Die Pro-Version der App kostet 9,99 €. Ob man diese benötigt, ist für mich noch unklar. Aber ich werde dich diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

Telefon-Einstellungen

Da wir eingefleischte iPhone-User sind, kann ich dir nur den Tipp geben, dass du deine Smartphone-Einstellungen kontrollierst, wenn du im EU-Ausland bist. Wenn du nämlich unter Einstellungen > „Mobiles Netz“ die EU-Interneteinstellung aktivierst, hast du keinerlei mobiles Internet mehr. Das geht dann so weit, dass nicht einmal mehr das GPS-Signal einwandfrei empfangen wird. Klingt komisch, ist aber so. Nicht so toll, wenn du mitten in Rom stehst, mit deinem „Intelligent-Handy“ navigieren möchtest und nichts funktioniert mehr. Ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass die Netzverbindung in Rom nicht gerade die stärkste ist. Durch das schwächelnde Netz hast du extrem lange Ladezeiten, die dir ratzfatz den Akku leer saugen. Also am besten einen Powerbar für das Handy mit in das Tagesgepäck einstecken oder eine Hülle, in der ein zusätzlicher Akku verbaut ist, anschaffen. Einen Test dazu wird es bald noch von mir geben.

Noch mehr Tipps?

Hast du noch gute Tipps & Tricks für die ewige Stadt auf Lager? Immer her damit… schreib sie hier in die Kommentare 😉

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3 Comments
  • Andrea
    Posted at 17:57h, 13 Juli Antworten

    Wirklich gute Tipps, ich bin mal in Rom gelandet und hatte leider keine Zeit die Stadt zu sehen, das will ich bald nachholen!

    • Silke
      Posted at 17:33h, 19 Juli Antworten

      Liebe Andrea,
      ja – hole das unbedingt mal nach. Es lohnt sich wirklich! Eine ganz tolle Stadt. Für mich die schönste in der ich bisher zu Gast war!!! Dementsprechend wird es uns auf jeden Fall auch mindestens noch einmal in die ewige Stadt verschlagen 😉
      Wir wünschen Dir viel Spaß bei Deinem Rom-Trip!!!

  • Kerstin
    Posted at 16:56h, 20 Juli Antworten

    Mir ist in dieser wunderbaren Stadt leider mein Portemonnaie (mit Bargeld, Perso, EC- und Kreditkarte und Roma Pass) gestohlen worden. Ich hatte es mit einer kleinen Kamera vermeintlich sicher in einer Bauchtasche, die noch leicht von meiner Jacke bedeckt war.
    Passiert ist dies in der U-Bahn auf dem Weg zum Kolosseum. Diese war unheimlich voll und ich hatte schon beim Passieren der Einlaßschranke zur U-Bahn ein komisches Gefühl und bedeckte die Tasche daher noch (leider nur anfangs) mit einer Hand. Als ich das Kolosseum betreten wollte, fiel es mir auf. Das Portemonnaie war weg, aber nicht nur war die Kamera noch da, nein, sogar der Reißverschluß der Bauchtasche war wieder verschlossen!

    Als ich nach meiner Rückkehr im Italienischkurs von meinem Malheur berichtete, erzählte meine Italienischlehrerin (aus Rom), daß die meisten Diebstähle an zwei „Orten“ begangen werden: im Bus zum Petersdom und in der U-Bahn zum Kolosseum…

    Beim nächsten Mal (hoffentlich nächstes Jahr) weiß ich es besser, die Begeisterung für Rom hat trotz dieses unschönen Erlebnisses nicht nachgelassen!

    Sehr schöner Bericht und sehr schöne Fotos übrigens!

    Für Euren nächsten Rom-Besuch möchte ich neben entsprechender Vorsicht auch unbedingt einen Besuch des Stadtteils Trastevere empfehlen.

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