„VEGAN – Das Kochbuch“ von Jean-Christian Jury

 

Über den Autor

Jean-Christian Jury lebt selbst seit einigen Jahren vegan. Ein Herzinfarkt bewog ihn bereits 2004 dazu, seine Ernährungsweise zu überdenken und seine Speisen fortan nur noch tauf der Basis von Pflanzen zuzubereiten.

„Die Idee [von einer Küche auf der Grundlage von Rohkost] war so verführerisch, dass ich beschloss, meine Ernährung und meinen Lebensstil völlig zu ändern.“

 

Am 01. November 2007 – dem Weltvegantag – eröffnete er sein erstes veganes Restaurant in Berlin – das La Mano Verde. Hier tischte er seinen Gästen vegane Haute Cuisine vom Feinsten auf und wurde dafür hochgelobt.

„Jahrelang reizte es mich, Nicht-Veganer mit köstlichen veganen Rezepten zu überraschen und zu beweisen, dass Fleisch für eine genussvolle und sättigende Mahlzeit nicht nötig ist.“

 

Nachdem er 2015 das La Mano Verde schloss und Berlin verlies reiste er zwei Jahre um die Welt, sammelte Ideen für neue Zutaten und Gewürze, erlernte neue Kochtechniken und gab Kochkurse in New York, Neu Delhi, Paris und vielen anderen Städten. Mittlerweile lebt er in Los Angeles, Kalifornien.

Inhalt des Buches
Was erwartet den Leser?

Jean-Christian Jury’s „VEGAN – das Kochbuch“ kommt eher einer Kochbibel gleich statt einem „schnöden“ Kochbuch. Auf 478 Seiten findet der vegane Hobbykoch eine unglaubliche Anzahl von circa 500 Rezepten!!!

Unterteilt ist das Buch in die folgenden Kapitel

Was gehört in die vegane Speisekammer?
Vorspeisen
Salate
Suppen
Hauptgerichte
Getreide und Hülsenfrüchte
Pasta und Nudeln
Desserts
Gastköche

Auf das letzte Kapitel möchte ich noch kurz eingehen denn hier hat Jean-Christian Jury acht befreundete Köche eingeladen einige ihrer Rezepte preiszugeben.

 

Mein persönliches Fazit

„VEGAN – Das Kochbuch“ bietet so viel mehr als es das Cover vermuten lässt! Ich muss leider ehrlich sagen, dass ich als Grafikdesignerin nicht besonders von der Gestaltung des Buches angetan bin. Sie als „oldschool“ zu bezeichnen wäre eine freundliche Umschreibung. Das empfinde ich persönlich mehr als schade, wenn ich mir vorstelle wie man dem Leser die kulinarische Reise um die Welt optisch hätte schmackhaft machen können! Hinzu kommt, dass es nur zu einigen wenigen Rezepten Fotos gibt die, für mein Empfinden, appetitanregender sein könnten.

Eigentlich blättere ich ein Kochbuch durch und entscheide nach den Fotos, die mich so richtig „anmachen“, welches Rezept ich gerne nachkochen würde und kann mich dann oft nicht entscheiden mit welchem ich sofort loslegen möchte. So erschließt sich leider erst nachdem man einige Rezepte nachgekocht hat wie grandios dieses Buch wirklich ist. Also habe ich den Kochlöffel geschwungen und die folgenden Gerichte zubereitet:

Nudelsalat / Italien

Kürbis-Apfel-Suppe / Kanada

Zitronengras-Jackfrucht-Schiffchen / Dominikanische Republik

Karibisches Jerk-Chili / Dominikanische Republik

 

Die Gerichte waren einfach zuzubereiten, hatten eine überschaubare Zutatenliste und schmeckten so lecker wie sie aussehen! Zum ersten Mal hatte ich nicht das Bedürfnis Rezepte abändern oder ergänzen zu wollen.

Nur eines der Gerichte, die ich ausprobierte, funktionierte nicht: die Schokoladenmuffins aus Belgien. Deshalb gibt es davon hier auch kein Foto 😉 Ich dachte mir beim Lesen des Rezeptes gleich, dass das Verhältnis von trockenen und flüssigen Zutaten nicht stimmen kann. Dementsprechend waren die Muffins auch steinhart als sie aus dem Ofen kamen. Zum Glück rettete Achim die kleinen Kuchen vor der Tonne und wickelte sie am Abend in eine Plastiktüte. Am nächsten Abend waren sie dann tatsächlich essbar und geschmacklich auch wirklich lecker!

Die meisten Zutaten die Jean-Christian Jury verwendet findet man in jedem Supermarkt. Hier und da sind aber auch einige Exoten dabei (wie z.B. veganer griechischer Joghurt, geräucherter veganer Mozzarella, …) die ich noch nie irgendwo gesehen habe.

Besonders hervorheben möchte ich noch die Übersichtlichkeit des Buches. Neben dem Gerichte-Register kann man sich zusätzlich ein Verzeichnis nach Hauptzutaten als auch eine Auflistung nach Ländern anschauen. Das ist besonders praktisch wenn man noch einen Chinakohl im Kühlschrank hat den man verbrauchen muss oder wenn man Gäste mit einer imaginär-kulinarischen Reise nach Kambodscha überraschen möchte.

Nachdem ich diese wahre Kochbibel also auf Herz und Nieren geprüft habe gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung für Jean-Christian Jury’s „VEGAN – das Kochbuch“. Hier könnt ihr es bestellen*.

Befasst man sich intensiver mit dem Buch und liest sich die jeweiligen Zutatenlisten durch findet man, trotz fehlender Bilder, viele Gerichte die es wert sind sich an den Herd zu stellen. Ihr erkennt das auf den Fotos an den vielen kleinen Lesezeichen die ich schon ins Buch geklebt habe. Dabei habe ich mir bislang nur einen Bruchteil der knapp fünfhundert Rezepte komplett durchgelesen.

Wenn ihr selbst einige Rezepte aus dem Buch nachkochen möchtet findet ihr auf der Website von Jean-Christian Jury neun Rezepte aus „VEGAN – das Kochbuch“ – diesmal sogar alle mit Foto 😉

 

Jean-Christian Jury: „VEGAN – Das Kochbuch“

Erschienen am 06. Oktober 2017 bei Edel Books, 478 Seiten, Hardcover mit 100 Abbildungen, Format 18 x 27 cm, € 39,95 (D) / € 41,10 (A), ISBN 978-3-944297-32-3

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Diese Buch-Rezension ist in Kooperation mit dem Edel Books Verlag entstanden der uns das Kochbuch kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Wir waren komplett frei in der Gestaltung des Beitrages welcher unsere ehrliche Meinung widerspiegelt.

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