Vegan reisen auf Mallorca – was kostet das?

In meinem Artikel „Wie wir vegan reisen (ab jetzt)“ habe ich dir ja schon erzählt, wie sich unsere Sicht auf das Reisen mit der Zeit verändert hat. Der Start unseres Blogs stellte uns natürlich auch vor eine kleine Herausforderung – nämlich wie man Veganern die „Angst“ nehmen kann, im Urlaub zu „verhungern“, und Reiseziele zu finden, die für uns „Pflanzenfresser“ ein üppiges Tischlein gedeckt haben.

Die kostbarsten Tage des Jahres einfach mal entspannt verbringen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, ob nicht im Hotel für den Gemüseeintopf doch vielleicht Fleischbrühe verwendet oder das Pfannengemüse in Butter geschwenkt wurde. Dementsprechend möchten wir unsere Destinationen in Zukunft auswählen.

Auch mehr zu reisen ist unser Anspruch – deshalb sollte es zusätzlich, wenn möglich, auch noch günstiger sein im Vergleich zu früher als Pauschaltourist. Nachfolgend möchte ich dir einmal detailliert auflisten, was uns 10 Tage vegan unterwegs auf Mallorca denn nun tatsächlich gekostet haben …

Recherche ist das A und O –

nützliche und kostenlose Apps für Veganer

Zunächst einmal sollte man sich also fragen, wohin die Reise gehen soll. „Happy Cow“ und „Vanilla Bean“ bieten gute Möglichkeiten, sich vorab einen ganz guten Überblick zu verschaffen, welche Länder und Städte das größte vegane Angebot haben. Zu Hause recherchiere ich am Computer und habe die Apps für unterwegs auch auf dem Handy immer dabei (praktisch und – auf Mallorca sehr wichtig – dort werden auch die Öffnungszeiten angezeigt). Die Ergebnisse kann man sich auf einer Karte anzeigen lassen. Dort, wo die meisten Pins angezeigt werden, ist also unsere nächste Destination „Veganien“ 🙂

Unsere Wahl fiel dann sehr schnell auf Mallorca. Für unseren ersten Blog-Trip sollte es nicht zu weit weg gehen und möglichst günstig sein obendrein.

Ssssssssssss … wir lieben Fliegen –

wo du günstige Flüge ergattern kannst

Für einen günstigen Flug schaute ich mich auf skyscanner und momondo um. Und eines ist klar: Last Minute gibt es nicht mehr! Schnell sein lautet die Devise. Sobald man ein Angebot gefunden hat, mit dem man gut leben kann, ist buchen angesagt! Ich hatte Glück und fand einen Flug mit Ryanair mit echt guten Flugzeiten (Ankunft nachmittags, Abflug abends). Wir buchten am 28.01. für unseren Abflug am 13.04.

Bei momondo wurde mir ein Preis von 60 Euro pro Person (hin und zurück – Köln/Palma) angezeigt. Aber man weiß ja im Voraus, dass bei Ryanair alles extra kostet. Da wir von unserem letzten Flug mit Qatar Airways schon noch sehr verwöhnt waren, buchten wir noch einige Optionen extra (Sitzplatzreservierung, 1 gemeinsames Gepäckstück mit 20 kg und Priority CheckIn wegen des Handgepäcks).

Klar – bei einem „Billigflieger“ muss man schon Abstriche machen, denn Ryanair macht dem Wort „Holzklasse“ alle Ehre, und man wundert sich fast, dass man für’s Pipimachen nicht auch schon zahlen muss. Nicht mal die obligatorischen „Kotztüten“ sind vorhanden 😀

Für den zweistündigen Flug auf die Balearen-Insel kann man diesen „Zero-Service“ schon mal verschmerzen. Bei Strecken über 4 Stunden würde ich allerdings eine andere und komfortablere Fluggesellschaft vorziehen!

Aber auch bei Ryanair muss man genau schauen und mehrere Optionen (wie Flugzeiten und Abflughafen) vergleichen!!! Ein Pärchen, das wir auf Mallorca kennenlernten, hatte beispielsweise für die Flüge ab Bremen zusammen schlappe 380 Euro gezahlt!!!

Kosten Flüge: 131,16 Euro/p. P.

 

Ein Dach über dem Kopf –

Airbnb bietet preiswerte Unterkünfte

Zum ersten Mal buchten wir über die Plattform Airbnb. Auf diese wurde ich aufmerksam durch meine Freundin und Kollegin, die im vergangenen Jahr für einen Monat eine Wohnung in Barcelona gemietet und ihre eigene Wohnung im gleichen Zeitraum, ebenfalls über Airbnb, vermietet hatte. Auf dieser Website (auch als App verfügbar) findet man Unterkünfte auf der ganzen Welt; vom WG-Zimmer über Appartement, Finca bis hin zur Villa ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Bereits ab 45 Euro pro Tag kann man eine komplette Finca auf Mallorca mieten.

Das „Seaview frontline Apartment Illetas“ hatte es mir wegen seiner spektakulären Aussicht vom Balkon auf die türkisfarbene Bucht von Illetes gleich angetan. Wir hatten Glück. Im gewünschten Zeitraum war es frei und wir buchten uns ein kleines Stück vom Himmel für 90 Euro pro Tag (zzgl. Reinigungs- und Airbnb-Service-Gebühr). So viel Luxus hätte es „eigentlich“ gar nicht gebraucht und natürlich hätten wir eine Unterkunft finden können, die um einiges günstiger ist – wahrscheinlich sogar für weniger als die Hälfte des Preises. Wer benötigt zu zweit schon 90 qm im Urlaub, 2 Schlafzimmer, 2 Bäder (eines davon mit riesiger Regenwald-Dusche), 2 große Flatscreens, 2 PKW-Stellplätze etc.??? Aber egal – bei diesem Ambiente konnten wir einfach nicht Nein sagen 😉

Kosten Unterkunft: 486,00 Euro/p. P.

 

Airbnb-Appartement_Mallorca-AussichtMega-Aussicht von unserem Balkon am Morgen bei Sonnenaufgang 🙂

Airbnb-Appartement_Mallorca-0Ausblick vom Esszimmer hinaus auf den Balkon und die Bucht von Illetes.

Airbnb-Appartement_Mallorca-1Wohnzimmer – sehr stylisch mit supergemütlicher Couch.

 

Airbnb_Rabatt

Möchtest auch du für deinen nächsten Urlaub deine Traumunterkunft finden? Dann schau unbedingt mal bei Airbnb vorbei. Wir schenken dir über diesen Link ein Reise-Guthaben von 31 Euro für deine erste Buchung (egal wohin du reisen möchtest – es muss nicht Mallorca sein)!!!

Mallorca-Maserati – günstig einen Mietwagen finden

Wenn man als (Neu-)Blogger unterwegs ist, um die besten veganen Locations zu finden, muss man unbedingt mobil und unabhängig sein. Und nur faul am Strand rumzuliegen, ist ja schon lange nicht mehr mein Ding. Es musste also ein fahrbarer Untersatz her, mit dem wir die Insel erkunden konnten. Es war unser erster Mietwagen und so staunte ich nicht schlecht, als ich die, oft doch sehr beachtlichen, Preisunterschiede sah. Teilweise bis zu 200 Euro und mehr beim gleichen Fahrzeug – bei ausschließlich seriösen Anbietern! Ich erinnerte mich, dass ich einige Wochen nach unserer Flugbuchung eine Mail von Ryanair bzgl. eines Mietwagenangebotes erhalten hatte. Unser Wunschauto war der Fiat 500 – klein und wendig für die engen Bergstraßen und Gassen der Insel. Wir buchten unseren Mietwagen über Ryanair bei Europcar und zahlten statt 468,83 Euro (bei Europcar direkt, wohlgemerkt!!!) lediglich 192,13 Euro (zzgl. 65 Euro für mich als zweiten eingetragenen Fahrer). Vor Ort bekamen wir unseren gewünschten Fiat 500 natürlich nicht 🙁 Stattdessen einen Kia Rio (Vorteil: 5 statt 3 Türen). Es lohnt sich also, wenn man sich intensiver umschaut und auch die Mitewagen-Angebote der Fluggesellschaft einmal genauer checkt.

Kosten Mietwagen: 128,57 Euro/p. P.
Tanken (1.300 km): 50,00 Euro/p. P.
Parken Palma (3x Parkhaus): 15,00 Euro/p. P.

 

 

 

Gut belesen …

Neben den ganzen kulinarischen Genüssen dürfen Natur, Kultur und Geschichte natürlich auch nicht fehlen. Eine gute Grundlage für die Planung unserer Tagestouren war daher der: MARCO POLO Reiseführer Mallorca: Reisen mit Insider-Tipps

Dieser ist besonders gut für Wanderer geeignet, da er einige schöne Routen beinhaltet.

Kosten Reiseführer: 12,99 Euro, 6,50 Euro/p. P.

Was für in den Kühlschrank –

vegan einkaufen auf Mallorca

Natürlich waren wir auf der Insel unterwegs, um die tollsten veganen Restaurants ausfindig zu machen und dir anschließend Tipps für einen entspannten Urlaub auf Mallorca geben zu können. Dennoch braucht man auch zwischendurch einmal etwas zwischen die Zähne, wenn man den ganzen Tag auf Tour ist – denn unterwegs ein veganes Restaurant zu finden, ist nicht ganz so leicht. Dementsprechend führte uns unser erster Weg in den riesigen Supermarkt carrefour im Porto Pi Einkaufscenter. Als Deutscher könnte man den Laden als „unsortiert“ bezeichnen 😀 Man findet zum Beispiel Matratzen direkt neben dem Kochgeschirr oder Oliven gleich neben dem Popcorn 😀 Die Suche nach Kaffeefiltern stellte uns vor eine mittelschwere Herausforderung. Als wir eine Mitarbeiterin fragten, konnte sich auch nicht das Vorurteil bestätigen, dass auf der Insel jeder deutsch spricht. Selbst Englisch ist manches Mal ein Problem – und diese Feststellung machten wir so gut wie überall abseits der Tourie-Orte (die wir, weitestgehend, mieden). Uns stört das natürlich nicht, aber vermutlich die Leute, die bei ihrem Hotelbuffet stets deutsches Brot und deutsche Wurst erwarten 😀

Auch die Zutatenlisten sind meist nur auf spanisch und man hofft stets, dass die Nudelsoße nun auch wirklich vegan ist.

Im LoVegano in Palma de Mallorca gibt es allerdings alles, was das Veganerherz begehrt. Marken wie Wheaty, Hobelz, Zwergenwiese usw. sind hier selbstverständlich vertreten. Das Angebot ist sehr vielfältig. Von Nahrungsmitteln über Froggi-Putzmittel (das deutsche Frosch), Kochbücher (in deutscher Sprache) bis hin zu Klamotten und Accessoires findet man einfach alles. Man kann nach Herzenslust shoppen und, wenn nötig, stehen einem die beiden – total netten – deutschen Inhaber Sarah und Patrick mit Rat und Tat zur Seite. Sie gaben uns viele Tipps, welche Restaurants wir unbedingt besuchen sollten.

Eine Liste mit weiteren Shops, die vegane Produkte führen, findest Du hier.

Kosten Eigenverpflegung: 65,00 Euro/p. P.

Das Beste zum Schluss –

vegan essen gehen auf Mallorca

Der Grund für uns, Mallorca zu besuchen, waren die vielen Möglichkeiten, tolles veganes Essen zu genießen. In Palma (besonders im Stadtteil Santa Catalina) oder in der näheren Umgebung ist man sehr gut aufgehoben. Die Kosten für Restaurant-Besuche werden vielleicht im ersten Augenblick etwas hoch erscheinen. Viele der Restaurants verwenden allerdings sehr oft fairtrade, lokale und/oder Bio-Produkte und einige der leckeren Gerichte waren sogar raw vegan. Das ist auch in Deutschland nicht „billig“. Die Qualität der Speisen und der verwendeten Produkte war durchweg sehr hoch!

Einen ausführlichen Review zu den von uns besuchten Restaurants inklusive unserer persönlichen Hitlist findest du in Kürze hier.

Kosten Restaurant-Besuche: 250,00 Euro/p. P.

Gesamtkosten: 1.132,23 Euro/p. P.

10 Tage ultra all inclusive:  Flüge, Unterkunft, Mietwagen/Tanken/Parken, komplette Verpflegung (einkaufen und essen gehen)

Fazit

Mallorca ist definitiv eine Reise wert, wenn man vegan urlauben möchte. Viele haben das Potenzial der vegan Reisenden erkannt und an jeder Ecke eröffnen tolle neue Locations. Viele „normale“ Restaurants bieten auch vegane Optionen an, sodass man sich keine großen Gedanken machen muss und seinen Urlaub entspannt genießen kann. Das Preisniveau ist ähnlich dem deutschen.

Natürlich kann man auch deutlich günstiger wegkommen. Zum Beispiel kann man ganz gut Abstriche bei der Unterkunft (Lage und Ausstattung), der Häufigkeit, essen zu gehen, oder der Mobilität (öffentliche Verkehrsmittel statt Mietwagen) machen. Allerdings hätten wir dir dann nicht so einen tollen Gesamteindruck über die Möglichkeiten auf dieser wunderschönen Insel vermitteln können 😀

Und wenn wir mal ehrlich sind, kann man diesen Urlaub auch nicht mit einem 10-Tage-all-inclusive-Urlaub vergleichen (wobei man dann ja auch die Kosten für den Mietwagen abziehen müsste). Diese Lage (wie bei unserem Appartement: Größe und Ausstattung) und Verpflegung wird man in einem „normalen“ Hotel, meiner Meinung nach, nicht finden!

Was kannst du empfehlen?

Warst du schon vegan unterwegs auf Mallorca? Wie sind deine Erfahrungen? Welches Reiseziel kannst du empfehlen? Schreib es in die Kommentare – wir sind gespannt 😉

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2 Kommentare
  • Laura
    Veröffentlicht 08:43h, 13 April Antworten

    Toller Artikel mit richtig guten Informationen und Hinweisen. Ich lebe mittlerweile auch vegan und freue mich schon auf die Reise nach Mallorca.

    • Our Vegan Life
      Veröffentlicht 18:22h, 25 November Antworten

      Liebe Laura,

      wir freuen uns über jeden Veganer mehr! Vielen Dank für Dein Engagement ❤️ Wir hoffen Du hattest eine schöne Zeit auf Mallorca und das unsere Tipps hilfreich für Dich waren?! Gib uns gerne einmal Feedback wo Du auf Mallorca vegan geschlemmt hast 😀

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