Rom – die ewige Stadt – der perfekte Ort, um seinen Geburtstag zu verbringen! Kurz nach unserer Mallorca-Reise im April packte mich schon wieder die Reiselust und ich schaute – kaum zu Hause – wieder nach ein paar Tagen Auszeit für Ende Juni. Unsere Tipps, wie man am günstigsten reisen kann, findest du in Kürze hier. Günstige Flüge mit Ryanair gab es im Juni nach Rom. Ich war bereits als Kind mit meinen Eltern dort und erinnerte mich daran, dass mich diese Stadt damals schon überwältigt hatte. Achim hingegen war überhaupt nicht begeistert von meinen Reiseplänen. Seit der „Pussy-Aktion“ der Italiener (O-Ton Achim) vor dem WM-Halbfinale 2006 hat er ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Italien ;-). Es kostete mich also, mal wieder, einiges an Überzeugungsarbeit – wobei mir mein Geburtstag natürlich prächtig in die Hände spielte 😀

Bella Roma – ein erster Überblick

Am 22.06. ging es also los vom Airport Köln/Bonn nach Rom/Ciampino. Unsere Gastgeberin Chiara hatte uns gegen Aufpreis den Transfer angeboten. Nachdem wir uns gegen einen Mietwagen entschieden hatten, nahmen wir ihr Angebot gerne an. Wir kamen früher als gedacht nachmittags am Flughafen Ciampino an. Statt Chiara erwartete uns allerdings ein adrett gekleideter Fahrer im Anzug, der unser Gepäck entgegennahm und uns zu einer schicken Audi A6 Limousine führte. Also derart „standesgemäß“ wurden wir noch nie abgeholt 🙂

Vor der Tür unseres Heims auf Zeit nahm uns Chiaras Freundin Anna in Empfang, zeigte uns die Wohnung und gab uns viele wertvolle Informationen und Tipps rund um unseren Aufenthalt. (Eine Roomtour durch unser Airbnb-Appartement findest du in Kürze hier.) Wir stellten unser Gepäck ab und machten uns gleich auf die Socken zur U-Bahn-Station, die nur etwa 5 Gehminuten von unserem Appartement gelegen war. Dort kauften wir uns ein 72-Stunden-Ticket, das für U-Bahn, Straßenbahn und Bus gültig ist. Rom verfügt über 2 U-Bahn-Linien (A und B, die 3. (C) befindet sich derzeit gerade im Bau) mit Haltestellen an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Als Erstes besuchten wir den Petersplatz, bummelten ein wenig umher, machten Fotos und beobachteten die Massen an Touristen.

Langsam packte uns aber der Hunger, da wir am Morgen vor dem Abflug mal wieder so in Eile waren, dass wir nicht einmal etwas gefrühstückt hatten. Happy Cow zeigte uns als nächstgelegene rein vegane Location das écru Art Gallery & Raw Food an, zu der wir ca. 20 Minuten in herrlicher Kulisse, vorbei an Engelsburg und Engelsbrücke, spazierten. Erinnerungen wurden wach an den Film Illuminati, den wir erst eine Woche zuvor noch gesehen hatten.

Happy Birthday und DER Gänsehaut-Moment in Rom (die ewige Stadt)

In meinen Geburtstag starteten wir am nächsten Morgen im Außenbereich des 100% Bio mit einem ausgiebigen und leckeren Frühstück mit herrlichem Blick auf die Porta San Paolo. Dieses Bistro ist unweit der U-Bahn-Station (Linie B) „Piramide“ gelegen und wenn man die Station verlässt, erkennt man, dass diese ihren Namen nicht ohne Grund trägt.

Tatsächlich steht dort, in einer römischen Allee, eine waschechte Pyramide. Der Volkstribun Caius Cestius Epulonius war offensichtlich ein Fan des ägyptischen Baustils und wollte unbedingt in einer Pyramide beerdigt werden. Die „kleine“ Piramide di Caio Cestio wurde in nur 330 Tagen, wohl zwischen 18-12 v. Chr., erbaut und im Jahr 11 vor Christus wurde er auch tatsächlich in der 36,4 Meter hohen und 29,5 Meter breiten Pyramide beerdigt. Seine Grabkammer kann man heute noch besichtigen.

Gleich neben der Pyramide findet man das Museo della Via Ostiense in der Porta San Paolo. Hier ist die Geschichte der Via Ostiense dokumentiert, die Rom mit Ostia verband, und Modelle der Hafenstadt Ostia sowie der Häfen des Trajan und des Claudius sind ausgestellt.

Ich hatte mir gewünscht, meinen Geburtstag im Kolosseum zu verbringen. Denn dieses spektakuläre Monument hatte mich schon bei meinem ersten Besuch in Rom am meisten beeindruckt. Also bestiegen wir nach dem Frühstück gut gestärkt die U-Bahn, fuhren 2 Stationen und stiegen am „Colosseo“ aus.

Da war es wieder – dieses schier überwältigende Gefühl, wenn man aus der U-Bahn-Station tritt und dieses irrwitzig riesige Bauwerk erblickt. Nimm dir Zeit, diesen Augenblick zu genießen, und ignoriere die Schlepper, die dich alle zwei Meter anquatschen werden (mehr dazu bald hier).

Beeindruckend, wie es den Handwerksmeistern der damaligen Zeit (um 69 bis 81 n. Chr.) ohne moderne Werkzeuge und Maschinen gelang, so einen, im wahrsten Sinne des Wortes, Koloss zu erbauen. 50.000 Zuschauer hatten in der Arena Platz, die man sogar fluten konnte, um Seeschlachten authentischer nachspielen zu können. Ich bekam Gänsehaut, als ich auf einer der oberen Ebenen stehend in die Katakomben blickte und mir das unglaubliche Leid der Sklaven, Gladiatoren und Tiere schlagartig bewusst wurde. Was muss es für ein Gefühl gewesen sein, wenn Zehntausende Menschen johlen und der Imperator mit einem schlichten Daumen nach unten deinen Tod befiehlt? Wie wenig so ein Leben damals doch wert war! Situationen, die man sich heutzutage (zum Glück) gar nicht mehr wirklich vorstellen kann und mag!

Der Besuch im Kollosseum hat uns echt beeindruckt. Schau wozu er uns inspiriert hat 😉

Nach einem ordentlichen Regenschauer am Vormittag brannte nun die Sonne, die Luft war dampfig und jede Bewegung unglaublich anstrengend. In unserem Leben haben wir bislang nur einmal so dermaßen geschwitzt: Auf dem Plateau der Maya Tempel in Tulum/Mexiko, das wir in sengender Hitze 2013 besuchten.

Wir spazierten über den Palatino – einst der „eleganteste Hügel“ Roms –, auch heute noch ist dieser eine Oase der Ruhe und man kann einige schöne und schattige Plätzchen auf den Wiesen zwischen den Überresten der Palastanlagen für sich finden. Von der angrenzenden Aussichtsplattform hat man einen imposanten Blick auf das ganze Areal rund um das Forum Romanum.

Läuft man anschließend durch die alten Straßen dieses Bereiches, fühlt man sich, als sei man 2000 Jahre zurückversetzt aus einer Zeitmaschine gestiegen. Auch wenn man von Ruinen umgeben ist, so hat man doch eine ganz gute Vorstellung davon, wie es hier damals ausgesehen haben muss. Eine gute Übersichtskarte für Kolosseum, Palatino und Forum Romanum findest du hier.

Spätestens jetzt war allerdings eine Erfrischung fällig. Und man kann natürlich keine Reise nach Rom unternehmen, ohne ein original italienisches Eis zu genießen. Zwar gibt es in Rom Gelaterias mit über 100 verschiedenen Sorten – aber wir wollten natürlich eine rein vegane Location besuchen und fanden die Gelateria Olive Dolci, welche (für Veganer unglaubliche) 32 Sorten rein veganes Eis auf Basis von Olivenöl anbietet. Wir liefen erneut eine halbe Stunde durch die Stadt, kehrten mit letzter Kraft dort ein und machten eine lange, wohlverdiente Pause.

Es war langsam Zeit fürs Abendessen, also erneut ab in die Metro. Bei unserem Spaziergang herrschte eine wunderschöne Abendstimmung. Die meisten historischen Gebäude und Brunnen waren bereits illuminiert und am Wegrand konnte man Künstler bei der Arbeit beobachten. Ab der Stazione Colosseo liefen wir ca. noch 30 Minuten bis zum Universo Vegano.

Gänsehaut-Moment

Nach dem Genuss unserer Burger hatten wir wieder ein gutes Stück zur nächsten U-Bahn-Station vor uns. Wir liefen und liefen und standen ganz plötzlich vor dem Trevi-Brunnen am Palazzo Poli. Eine Freundin schrieb mir morgens, als sie mir zum Geburtstag gratulierte, dass wir diesen unbedingt einmal abends besuchen müssten. Aber für diesen Abend hatte ich einen Besuch eigentlich gar nicht auf dem Schirm. Sicherlich ist der berühmteste Brunnen Roms auch schon tagsüber ein Must-See. Abends aber ist er einfach nur überwältigend!!! Ebenso wie die Menschenmassen, die sich vor ihm tummeln. Der Brunnen ist nach dem Vorbild einer Bühne gestaltet, in deren Mitte der Meeresgott Neptun thront. In Kaskaden fließt das Wasser in ein türkis illuminiertes Becken.

Und dann kam der Moment, der diesen Abend zum absoluten Highlight unseres Rom-Besuches und sicherlich auch zu einem Höhepunkt all unserer Reisen machte. Nichtsahnend stand ich da, bestaunte den mystisch erleuchteten Brunnen und machte Fotos, als ganz plötzlich und aus dem Nichts heraus eine Gruppe von mindestens 50 Menschen „Happy Birthday“ anstimmte. Ich hätte bald meine Kamera fallen lassen und bekam eine Mega-Gänsehaut vom kleinen Zeh bis in die Haarspitzen. Nicht nur, dass man seinen Geburtstag in Rom – der ewigen Stadt – verbringt und die Gelegenheit hat, jahrhundertealte Geschichte zu erleben … NEIN – 50 Menschen bringen mir auch noch ein Geburtstags-Ständchen … HALLOOOO??? Ich schaute Achim direkt forschend an, er lachte, hob die Hände und sagte nur: „Hey – damit hab ich gar nichts zu tun!!!“ Und da war dann wieder so ein Moment, der mir klarmachte, warum ich das Reisen so liebe!

Wir kamen erst sehr spät, fix und alle (nach 21 (!) bei 34 Grad im Schatten gelaufenen Kilometern an diesem Tag) wieder in unserem Appartement an und konnten uns kaum noch bewegen – aber das war mir völlig egal, denn dieser Geburtstag war wohl einer der schönsten in meinem Leben!!!

 

 

Besuch bei „Papa“ im Vatikan

Am nächsten Morgen war das Aufstehen eine reine Quälerei. Achim hatte sich Blasen an den Füßen gelaufen und brauchte erst einmal neue Schuhe, weil ich mir ja natürlich schon die nächste „Tortur“ für ihn ausgedacht hatte. Einen Besuch im Petersdom (wo wir es ja gar nicht mehr mit der Kirche haben) und auch noch dessen „Besteigung“. So sparten wir es uns, irgendwo frühstücken zu gehen, und blieben bis halb 10 „defekto“ im Bett liegen. Recht angeschlagen machten wir uns auf, um für Achims blutige Füße neue Treter zu besorgen. Der Schmerz lenkte ihn wahrscheinlich von den Schleppern ab, die uns wieder alle 2 Meter auf dem Weg zum Petersdom bequasseln wollten – er hatte nur einen motzigen Blick für sie übrig 🙂

Mit neuem Schuhwerk sah auch gleich alles wieder besser aus und meine Chancen auf eine Besteigung der Petersdom-Kuppel stiegen 😉

Bei irrwitzigen und noch höheren Temperaturen als am Vortag standen wir etwa eine halbe Stunde in der sengenden Mittagssonne vor dem Eingang zur Basilica di San Pietro an. Dort waren ärgerlicherweise auch nur wenige der Eingangsmöglichkeiten geöffnet, sodass sich alle Besucher in lediglich zwei Schlangen vor den Metalldetektoren anstellen konnten. Leider hatte ich am Vortag meinen Fächer im Kolosseum verloren und war nun froh, dass ich einen Schirm von Chiara aus dem Appartement mitgenommen hatte. Den solltest du dir am besten auch immer in die Tasche packen, wenn du im Sommer in Rom unterwegs bist!

Bei solchen Temperaturen kommt erschwerend hinzu, dass man als Frau die Schultern und Knie bedeckt haben muss, um den Dom betreten zu dürfen – also Mädels: Zwiebellook ist angesagt. Wohlweislich hatte ich mir also ein langärmeliges Jäckchen eingepackt – gut so … denn ich wurde vor dem Betreten der Basilica freundlich darauf hingewiesen, dass ich so nicht eintreten dürfe. Ich entschuldigte mich und sagte, dass ich etwas dabei hätte, aber hier draußen auf keinen Fall noch eine Jacke anziehen könne. Zum Glück wurde mir mit einem Lächeln Verständnis entgegengebracht 😉

Da wir zu Hause den Kölner Dom „um die Ecke“ haben, ist uns eine gewisse Größe natürlich nicht fremd. Aber vom Petersdom wird man fast erschlagen! Diese Weite, diese Höhe und dieser unfassbare Prunk und Pomp sind einfach beispiellos. Unweigerlich fragte ich mich, was dies alles zusammen wohl in Geld wert wäre? Was es bedeuten würde, wenn Terroristen dies alles einfach „wegbomben“ würden (daher wohl auch die Metall-Detektoren an den Eingängen aller Sehenswürdigkeiten)?? Und wie viel Leid auf der Welt gelindert werden könnte, wenn die Kirche auf diese ganze Dekadenz verzichten würde??? Na ja – auf diese Fragen wird mir wohl niemand eine Antwort geben können …

Ich freute mich allerdings, dass der Eintritt in den Dom kostenlos war und dass es ebenfalls gestattet war zu fotografieren – auch mit Blitz.

Der Aufstieg auf die Kuppel kostete allerdings. Vom Eingang in die Basilica gesehen ganz rechts kann man sich wieder in eine Schlange stellen und Tickets für die Besteigung erwerben. Für den Aufstieg über 510 Stufen zahlt man 6 Euro, wenn man mit einem Aufzug auf immerhin noch 320 Stufen abkürzen möchte, 8 Euro. Ich will dich nicht „betuppen“ – aufgrund von Achims blutigen „Stümpfen“ und der Rennerei am Vortag waren wir uns recht schnell einig, dass wir gerne etwas tiefer in die Tasche greifen, um den Lift zu benutzen 😉

Dennoch wurde der Aufstieg der übrigen 320 Stufen immer abenteuerlicher, je höher man kam. Teilweise verliefen die Gänge schräg um die Kuppel herum und zum Schluss war nur noch eine kleine, sehr steile Spindel übrig, die kaum breiter war als man selbst, in der es kein Geländer gab, sondern nur ein Seil in der Mitte, an dem man sich nur notdürftig festhalten konnte. Mir graute schon vor dem Abstieg (der dann auch schlimmer als der Aufstieg war). Aber egal ob man den Lift benutzt oder alle Stufen erklimmt – jede Mühe lohnt sich für den grandiosen Ausblick auf diese herrliche und vor Geschichte triefende Stadt!!!

Der Abstieg in den Abgrund der winzigen und engen Spindel kostete mich Überwindung. Schließlich ging ich rückwärts hinunter. Auf der Ebene, von der aus man wieder den Lift betreten kann, gibt es eine große Dach-Terrasse mit einem kleinen Souvenir-Laden, in dem freundliche Nonnen arbeiten, und sogar einen Briefkasten. Also kauften wir dort eine hübsche Postkarte mit Papst-Briefmarke und warfen sie im Briefkasten „Poste Vaticane“ ein. Ich war erstaunt über den günstigen Preis: Postkarte + Briefmarke = 1,50 Euro!

Eigentlich hätte ich gerne noch einmal die Sixtinische Kapelle besucht, die ich vor vielen Jahren schon einmal gesehen habe. Es war allerdings schon später am Nachmittag. Der Besuch der Kapelle, für den man zunächst noch durch die Museen hindurch „muss“, hätte (mit Anstehen) sicherlich noch einmal 3-4 Stunden gedauert. Aber unser nächstes Highlight stand schon für den Abend an – der Besuch im „Romeow – Catbistrot“. Leider mussten wir so also den Besuch von Michelangelos Meisterwerk auf einen zweiten Rombesuch verschieben.

 

 

Fazit unserer Rom-Reise

Ich liebe Italien einfach. Dieser Städtetrip nach Rom hat mir dies, Jahre (fast Jahrzehnte) nach meinen ersten Urlauben in Bella Italia, wieder bewusst gemacht. Und an dieser Stelle möchte ich noch mit einigen Vorurteilen aufräumen, die ich immer wieder hörte, als ich berichtete, dass wir in Kürze für ein paar Tage Rom besuchen würden …

Italiener gelten oft als überheblich. Das kann ich in keinster Weise bestätigen. Ganz im Gegenteil! Wir sind ja nun wirklich viel U-Bahn gefahren und waren auch abseits der Tourie-Anziehungspunkte, meist nur unter Einheimischen, unterwegs. Mir ist vor allem immer aufgefallen, wie gepflegt und gut gekleidet die Menschen dort unterwegs sind. Gerade die älteren Damen sind sehr „adrett“ und auf ihr Äußeres bedacht. Es laufen schon echt coole Typen umher … echte römische Originale – wie der Querflötenspieler, der fast aussah wie ein Zauberer mit seinem Hut. Beschwingt latschte er durch die fahrende U-Bahn und spielte, hier und da, einfach mal ein Ständchen. Da spendiert man auch gerne mal einen Euro. Die Römer sind stolze Menschen – überheblich aber keinesfalls 🙂

Dann wurde mir immer wieder gesagt, dass man in Italien im Restaurant ein „Coperto“ oder „Servicio“ zahlen muss, so eine Art Gebühr für etwas, was nicht genau bestimmbar ist. Also das haben wir nirgendwo erlebt! Durchweg haben wir sogar in etwa gleiche Preise wie in Deutschland gezahlt. Selbst in einem Ristorante gleich am Petersdom kostete die Pizza im Schnitt 9 Euro – kein überteuerter Preis für eine solche Location … wie ich finde! Schau dir halt immer die Preise in der Karte für Speisen und Getränke an bevor du irgendwo Platz nimmst.

Einzig eine Art Kurtaxe muss man pro Person zahlen (3,50 €/Tag) – aber diese gibt es ja auch in vielen deutschen Städten.

 

 

Und? Was sagt Achim nun über Italien und die Italiener?

„Tja, was soll ich dazu sagen?

Also die Vorurteile, die ich hatte, haben sich in keinster Weise bestätigt! Rom war schon echt ein Erlebnis für mich. Aus der Metro zu kommen und vor dem Colosseo zu stehen, war einfach atemberaubend. Dieses Meisterwerk der früheren Ingenieurskunst zu bewundern, die Präzision, mit der diese alten Gemäuer gefertigt wurden, und dass dieses Monstrum heute noch so erhalten ist, flößt einem schon eine gehörige Portion Respekt ein. Dann dieses Gefühl, an einem Ort zu sein, an dem so viele Grausamkeiten stattgefunden haben …! Es ist, als tauche man in eine komplett andere Welt ein, und wenn man sich darauf einlässt, dasteht und in die Ränge schaut, kann man fast hören, wie es damals gewesen sein muss, als 50.000 Menschen grölend die Gladiatoren angefeuert haben. Wenn ich das richtig im Kopf habe, wurden alle heutigen Fußballstadien nach dem Prinzip des Colosseo gebaut. Wahnsinn!!! Wie Silke dir ja schon erzählte, haben wir mit der Kirche überhaupt nichts mehr am Hut. Aber der Petersdom … Aaaalter Schwede! Es ist für mich ja der reinste Graus, mir irgendwelche „Tempel“ anzuschauen, aber was einen dort erwartet, ist ein beeindruckendes Erlebnis. Nicht wegen dem ganzem Protz, den die Kirche da zeigt! Nein, es geht mir mehr darum, dass ich bewundere, welche Meisterwerke der Kunst dort erschaffen wurden. Bilder, die so plastisch wirken, als seien sie 3-D. Diese Bilder sind aber nicht gemalt, sondern aus kleinsten Mosaiksteinchen zusammengesetzt, und das in einer solchen Perfektion, dass es einfach nur schön und bemerkenswert ist. Und erst der Aufstieg auf die Kuppel! Diese Anstrengung, die komplett vergessen ist, wenn man einen 360°-Blick über gesamt Rom genießen darf.

Leider waren diese 2,5 Tage, die wir in Rom verweilten, einfach viel zu kurz, um alles Sehenswerte zu erleben. Was aber bleibt, ist ein durchweg positiver Eindruck, der uns bestimmt zurückkommen lässt in eine Stadt, die wohl die größte Geschichte zu erzählen hat, die es auf der Welt gibt.

Übrigens hatte ich mit dem Geburtstagsständchen am Trevi-Brunnen wirklich nichts zu tun. Leider!!! Du hättest mal den Ausdruck in Silkes Gesicht sehen müssen. So glücklich und „mitgenommen“ habe ich meinen Haaasen selten erlebt!!!“

 

 

Tipps & Tricks für deine nächste Rom-Reise

Neben dem Reisebericht möchte ich dir hier aber noch weitere Infos mit auf den Weg geben …