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Far del Cap Salines

Nach unserem Besuch der Salines de Llevant bogen wir von der Hauptstraße ab und folgten spontan einem Wegweiser, der spärlich und unspektakulär mit „Lighthouse“ beschriftet war. Der Weg war länger als gedacht, denn wir folgten dem kleinen, idyllischen Sträßlein ungefähr für 10 km, zunächst vorbei an Natursteinmauern mit Olivenbaumhainen und anschließend durch eine bizarre und verwunschene Waldlandschaft mit windschiefen, großen Bäumen.

Am Far del Cap Salines und damit dem südlichsten Punkt Mallorcas angekommen war die Enttäuschung groß, denn der Leuchtturm war durch Mauer und Tor verschlossen und für Touristen nicht zugänglich. Wir wollten schon wieder fahren, als ich einen kleinen, durch Gestrüpp nahezu verdeckten Trampelpfad an der Mauer vorbei entdeckte. Am Korallengestein-Strand bot sich uns ein bizarres Bild. So etwas hatte ich noch nie gesehen, denn Besucher hatten die losen Korallensteine aufgesammelt und zu Dutzenden Häufchen aufgetürmt. Diese Steinskulpturen bevölkerten den ganzen Strand und wir blieben eine ganze Weile, um sie uns genauer anzuschauen und zu fotografieren.

Man sollte öfter auf sein Bauchgefühl hören und spontanen Impulsen folgen. Ansonsten hätten wir diesen einzigartigen Ort nie entdeckt, denn in unserem Reiseführer stand nichts davon. Für mich ist Far del Cap Salines in jedem Fall ein echter Geheimtipp – und davon gibt es auf Mallorca nicht mehr allzu viele!