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Cap Formentor

Der Weg von Andratx Richtung Norden zum Cap Formentor führte uns über eine der schönsten Straßen Europas. Es hat uns beeindruckt, wie oft sich die Bergwelt auf der Fahrt bis an den nördlichsten Punkt der Insel veränderte. Schroffe Berggipfel, abgestorbene, bizarr wirkende Bäume und türkis schimmernde Stauseen wechselten sich ab und fast nach jeder Kurve konnte man eine andere imposante Aussicht genießen. Die Bergstraße war eng, aber noch gut befahrbar, was mit Sicherheit auch an dem noch nicht so vorhandenen Touristenverkehr lag.

Bevor wir das Cap Formentor erreichten, gelangten wir an den Mirador Es Colomer. Hier ist die Aussicht, im Nachhinein betrachtet, noch aufsehenerregender als am Cap selbst. Über zahlreiche Stufen erreicht man verschiedene Aussichtsplattformen mit Blick auf die schroff abfallende Steilküste mit dem vorgelagerten Felsinselchen Es Colomer und dem Piratenturm Talaia d’Albercutx auf dem Berg gegenüber. Man sollte immer genau schauen, wohin man läuft, denn die Wege sind nicht überall befestigt (einzig lustige Schilder warnen), und tritt man falsch, geht es Hunderte Meter abwärts!

(Schau mal wie winzig die Menschen da oben sind!)

Fährt man die Bergstraße etwa 15 Minuten weiter, gelangt man an das Cap Formentor. Hier spielte uns wieder die Reise- und die Uhrzeit (am späten Nachmittag) in die Hände. Wir hatten keinerlei Probleme mit Stau aufgrund der wenigen und überfüllten Parkplätze (Horrorstorys berichten von 5 km Stop and Go!). Bei klarer Sicht kann man im Osten die Nachbarinsel Menorca erkennen. Besonders gut gefiel uns auch die „tierische“ Gesellschaft. Eine Ziege hatte sich für ein Fotoshooting auf einer Mauer mit sensationeller Aussicht in Position gestellt und hielt brav still, bis ich einige Fotos von ihr gemacht hatte. Zuerst hielt ich sie für eine Attrappe 🙂

Später kam sie mit zwei weiteren zu unserem Auto und wir stellten fest, wie sehr Ziegen Mandarinen lieben, denn sie fraßen unseren ganzen Obst-Proviant auf 🙂