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Drachenhöhle

Ein „Muss“, wenn man Mallorca besucht, sind sicherlich die bekannten Tropfsteinhöhlen von Porto Cristo. Man hat die Wahl zwischen der „Coves del Hams“ und der „Coves del Drac“. Wir entschieden uns für zweitere – die größere Drachenhöhle. Dummerweise kamen wir zu spät zu dem stündlichen Einlass, sodass wir etwas Zeit hatten, in die kleine, versteckt gelegene, einsame Bucht hinabzusteigen. Dort gelangten wir, wieder einmal, an ein zauberhaftes und menschenleeres Plätzchen. Festeres Schuhwerk wäre allerdings angebracht gewesen, denn ich hatte mit meinen Flip-Flops Mühe, nachher wieder hinaufzuklettern.

Sobald man den Eingang der Höhle erreicht, spürt man schon die feuchtwarme und salzige Luft, die einem aus dem Inneren entgegenschlägt. Die Stalagmiten und Stalaktiten haben im Laufe der Jahrtausende bizarre Formationen gebildet. Man fühlt sich ein wenig wie in einer erhabenen Kathedrale. Die Höhle beherbergt den größten unterirdischen See der Welt (170 Meter lang und zwischen 4 und 12 Meter tief). Man nimmt in einem Auditorium Platz, um anschließend einen Augen- und Ohrenschmaus bewundern zu können. Die Beleuchtung der Höhle wird ausgeschaltet und drei beleuchtete Boote, mit kleinem Orchester, gleiten über den See. Dieses spielt ein kleines klassisches Konzert, mit Instrumenten, die nicht künstlich verstärkt werden, während sich die Höhle allmählich wieder erhellt. Für manch einen vielleicht kitschig, für mich allerdings ein spektakulärer und berührender Gänsehaut-Moment!

Wir haben bereits auf Kreta Zeus‘ Geburtshöhle (ebenfalls eine Tropfsteinhöhle) besucht – die aber in keinster Weise mit der Drachenhöhle vergleichbar ist. Von daher hat sich der Eintrittspreis von 14,50 Euro pro Person, aus unserer Sicht, absolut gelohnt.